iPhone versichern – sinnvoll?

Wer ein teures Handy wie ein iPhone oder ein Blackberry besitzt, der fragt sich häufig ob es sinnvoll ist, dieses zu versichern. Es kann schließlich leicht passieren, dass das gute Stück herunterfällt und kaputt geht oder gestohlen wird. Teure Handys werden im Regelfall mit einem Mobilfunkvertrag finanziert. Ist das Handy gestohlen worden oder durch einen Sturz defekt, so läuft der Vertrag natürlich weiter und es fallen monatliche Kosten an. Ein defektes Handy wird von den Mobilfunkbetreibern nicht ohne weiteres ersetzt, für ein gestohlenes bekommt man üblicherweise ebenfalls keinen Ersatz. Viele Mobilfunkbetreiber bieten ihren Kunden daher bei Abschluss eines Handyvertrages über ein teures Handy auch gleich eine entsprechende Versicherung mit an.

In welchen Fällen zahlt eine solche Handyversicherung?

Dies ist abhängig von der jeweiligen Versicherung. In der Regel ausgeschlossen von der Versicherungsleistung sind Schäden durch normale Abnutzung und Verschleiß sowie Schäden, die vorsätzlich herbeigeführt wurden. Ebenfalls nicht versichert ist der Verlust des Handys. Gewöhnlich ist Raub und Einbruchdiebstahl mitversichert.

Vodafone bietet seinen Kunden in Zusammenarbeit mit dem Versicherer ACE für einen monatlichen Betrag von 7,99 Euro eine Versicherung des Handys an. Der Kunde zahlt im Schadensfall eine Selbstbeteiligung von 30 Euro. Die Laufzeit beträgt mindestens 24 Monate und verlängert sich automatisch wenn sie nicht rechtzeitig gekündigt wird.

T-Mobile-Kunden können ihr Handy über die Versicherung AXA versichern. Die Höhe des Versicherungsbeitrages ist abhängig vom Wert des Handys. Die Versicherung eines Neugerätes mit einem Wert bis 600,- € kostet zum Beispiel einmalig 79,95 € für 24 Monate bei einer Selbstbeteiligung von 60,- €. Alternativ kann der Kunde auch eine monatliche Zahlung in Höhe von 3,95 € wählen. Geräte bis 400,- € Neupreis sind für einmal 49,95 € oder monatlich 2,95 € versicherbar. Die Eigenbeteiligung beträgt hier 40,- €.

E-plus bietet seinen Kunden keine eigene Versicherung an. Stattdessen gibt es hier die Möglichkeit ein Handy für einen Betrag ab fünf Euro pro Monat für eine Laufzeit von zwei Jahren zu mieten. Keinen Ersatz erhält der Kunde hierbei für Verlust oder Diebstahl des Handys.

Wie beurteilen Verbraucherschützer den Nutzen solcher Versicherungen?

Verbraucherschützer empfehlen den Abschluss einer Handyversicherung in der Regel nicht. Bei sorgsamem Umgang mit dem teuren Handy lassen sich die meisten Schadensfälle leicht vermeiden. Wer die gesparten Versicherungsbeiträge zurücklegt kann sich im Falle des Diebstahls oder der völligen Zerstörung einen Ersatz beschaffen. Dieser Betrag wird sicher nicht für den Kauf eines neuen iPhones ausreichen, die Anschaffung eines günstigeren Modells ist aber problemlos möglich. Die Handyvermietung bietet dem Kunden ebenfalls keinen besonderen Vorteil, da man beim Kauf eines Handys sowieso eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren hat. Bei Abschluss einer Versicherung sollte man sich im Allgemeinen immer fragen, ob das versicherte Gut von existenzieller Wichtigkeit ist. Der Verlust eines iPhones wird sicherlich diese Maßgabe nicht erfüllen. Auch wer für die Ausübung seines Berufes, und damit für die Sicherung seiner Existenz, ein Handy benötigt, kann dies mit einem günstigeren Modell als einem Smartphone erledigen. Zusammenfassend muss man also feststellen, dass die Handyversicherung zu den entbehrlichen Versicherungen gezählt werden kann.

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