Versicherung gegen Strafzettel

Notorische Falschparker können aufatmen - zumindest in den USA. Denn dort kam gerade die erste Versicherung gegen Strafzettel auf den Markt.
Vor kurzem berichteten wir über eine Versicherung für Schwarzfahrer, nun steigen wir von den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Auto um und parken einfach mal überall, wo wir wollen. Kann teuer werden, meinen Sie? Das war einmal. Zumindest wenn man auf die neue Versicherung gegen Strafzettel und Bußgeldbescheide wegen Trunkenheit am Steuer o. ä., die in den USA nun abgeschlossen werden kann, zurückgreifen kann. Das Unernehmen “Ticket Insurance” übernimmt, wie die New York Times berichtet, zu einer monatlichen Beitragssumme von 16 Dollar Strafzettel in Höhe von bis zu 350 Dollar.
Die jährlichen Bußgeldforderungen dürfen jedoch 3500 Dollar nicht überschreiten. Somit ist die Versicherung wohl eher etwas für die, die nicht mutwillig Bußgelder kassieren, sondern einfach ein etwas “unorthodoxeres Fahrverhalten” an den Tag legen. Die Versicherungsgesellschaft hat derzeit schon 1700 Kunden.

FDP fordert Abschaffung der gesetzlichen Krankenkassen

Die FDP will mit der Forderung nach der Abschaffung der gesetzlichen Krankenkassen in den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009 ziehen.
Den gesetzlichen Krankenkassen will die FDP die Möglichkeit zur Umwandlung in private Krankenversicherungen ermöglichen. Die FDP fordert eine Pflichtaufnahme aller Bürger in die private Krankenversicherung. Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP, Daniel Bahr, erklärte dieses Vorhaben damit, daß hierdurch die Finazierung der Krankenversicherung stärker auf eine Basis angesparten Kapitals umgestellt werden könne. Die umlagefinanzierte Krankenkassen, wie sie heute existierten, seien nach Meinung der FDP nicht zukunftsfähig. Die Bundesärztekammer sieht diesen Vorstoss als attraktive Alternative zu dem von ihr stark kritisierten Gesundheitsfonds, die jedoch im Detail noch beleuchtet werden müsse, der Sozialverband Deutschland nannte die Vorschläge der FDP jedoch “unverantwortlich und unseriös”, weil damit der Sozialstaat ausgehebelt werde.
Quelle: Die Welt

Hausratversicherungen: Die Preise variieren stark

Wer eine Hausratversicherung abschliessen will und in einem ländlichen gebiet lebt, der hats gut: denn er zahlt wesentlich weniger an Versicherungsbeiträgen als Bewohner der Großstädte wie Berlin, München oder Hamburg.
Die Tarife für Hausratversicherungen sind an die Kriminalstatistiken angegliedert: je häufiger in einer Region oder einer Stadt eingebrochen wird, desto teurer wird die Hausratversicherung. Doch auch zwischen Großstädten gibt es bei den Einbruchszahlen und den daraus resultierenden Hausratversicherungstarifen eneorme Preisunterschiede: Entgegen aller Voruteile liegt Berlin im stabilen Mittelfeld, einsamer Spitzenreiter ist mit 549 Einbrüchen pro 100 000 Einwohnern im Jahr die rheinische Karnevalsmetropole Köln. Am sichersten, was Einbrüche betrifft, geht es in Chemnitz zu: Dort gibt es lediglich 38 Einbrüche auf 100 000 Einwohner und Jahr. Demzufolge sind die Hausrattarife in der sächsischen Stadt geringer als im Bundesdurchschnitt, selbst gegenüber einigen ländlichen Regionen steht Chemnitz damit gut da.

“Todeszähler” für Versicherung

In London schmückt sich die renommierte Hiscox-Versicherung seit Jahresbeginn mit einem aussergewöhnlichen Kunstwerk, das bereits jetzt für aufgeregte Diskussionen sorgt.
Der mit Leuchtdioden ausgestattete “Todeszähler” des spanischen Künstlers Santiago Sierra zählt alle Tote weltweit bis zum nächsten Silvester. Binnen des Jahres 2009 wird sich diese Anzahl auf geschätzte 55 Millionen summieren.
Die Hiscox-Verischerung bezahlte den Künstler übrigens branchenüblich: Er bekam eine Lebensversicherungspolice im Wert von  150.000 Euro. Diese Summe wird ausbezahlt, falls er im Laufe des Jahres 2009 auch zu den auf der riesigen Tafel angezeigten Todesfälle gehören sollte. Ein sprecher der Londoner Versicherung lobte das Werk Sierras als “originellen Blick auf Leben und Tod”.
Sierra ist bekannt für seine provozierenden Kunstaktionen, so leitete er 2006 Autoabgase in eine ehemalige Synagoge in Pulheim, um auf die fortschreitende “Banalisierung des Holocaust” aufmerksam zu machen.

Brandenburg: KFZ-Versicherung billiger durch elektronischen Begleiter

Das Bundesland Brandenburg startet im Januar 2009 ein Modellprojekt, das die Fahrsicherheit junger Autofahrer erhöhen soll und gleichzeitig etwas für deren Geldbeutel leisten kann.
Durch den neuen elektronischen Begleiter, der bei Teilnahme am Pilotprojekt immer “mitgefahren” werden muss,sind bei einzelnen KFZ-Versicherern Rabatte von bis zu 1000 Euro möglich. Der elektronische Fahrbegleiter zeichnet das Verhalten der jungen Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren auf und soll diese in Hinblick auf gewagte Manövern und überhöhte Geschwindigkeit disziplinieren.Der elektronische Begleiter speichert im Minutentakt Position, Geschwindigkeit und Strecke des Fahrzeuges. Gerade Fahranfänger müssen teilweise sehr hohe Versicherungsprämien für ihre KFZ-Versicherung aufbringen, da die Unfallquote unter diesem Personenkreis besonders hoch ist. Durch den etwa 400 Euro teuren Begleiter, die Kosten amortisieren sich durch die teilweise sehr hohen Rabatte jedoch schnell. Die vergünstigten Tarife für das Elektronische Begleiter-Pilotprojekt werden von der Signal Iduna angeboten. Für das im neuen Jahr startende Pilotprojekt sollen zunächst 500 freiwillige Teilnehmer gewonnen werden- Informationen bietet hierzu die Signal Iduna und die Fachhandelskette aetka, die das Pilotprojekt mit unterstützt.